Alexander Sladkovsky


Der dynamische Dirigent Alexander Sladkovsky ist seit 2010 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Nationalen Sinfonieorchesters Tatarstan (TNSO), mit Sitz im russischen Kasan. Zuvor arbeitete er unter anderem als Assistent von Mstislaw Rostropowitsch und Mariss Jansons und war von 2006 bis 2010 Dirigent bei dem von Yuri Bashmet gegründeten New Russia State Symphony. 1997 gab er sein Debüt mit Mozarts „Così fan tutte“ in einer Produktion des Opern- und Ballett-Theaters des St. Petersburger Konservatoriums.

 Das TNSO hat sich unter der Leitung von Alexander Sladkovsky zu einem der führenden Klangkörper Russlands mit internationaler Ausstrahlung etabliert. Gemeinsame Gastspiele führten ihn mit dem Orchester zu Konzerten nach Deutschland, Österreich, Spanien, in die Schweiz, bis nach Japan und China.

 

Mit verschiedenen Musikformaten für den Nachwuchs und wohltätige Zwecke hat er die Bandbreite moderner Orchesterarbeit beim TNSO beständig erweitert. Neben Konzertaufnahmen für die Sender Medici.tv und Mezzo TV entstanden hochgelobte CD-Einspielungen bei Sony Music und RCA Red Seal. Weltweites Aufsehen erregten auch die Aufnahmen sämtlicher Sinfonien und Konzerte von Schostakowitsch, die in Zusammenarbeit mit dem Label Melodiya entstanden.

 

Alexander Sladkovsky stand am Pult der führenden russischen Konzert- und Opernhäuser in Moskau, St. Petersburg und Novosibirsk, internationale Gastdirigate führten ihn unter anderem zum Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, Concerto Budapest Orchester und Ungarische Nationalphilharmonie, Tokyo Philharmonic Orchestra, zur Dresdner Philharmonie, dem Staatsorchester Hamburg und zum Niedersächsischen Staatsorchester Hannover.

Darüber hinaus erhält er regelmäßig Einladungen zu den bedeutenden Festivals in ganz Russland und war unter anderem beim Schleswig-Holstein Musik Festival, beim Kunstfest Weimar, Young Euro Classic, Wörthersee Classics Festival, beim Budapester Frühlingsfestival sowie bei „La Folle journée“ und „La Roque d’Anthéron“ in Japan und Frankreich zu Gast.

 

Im Laufe seine Karriere hat Alexander Sladkovsky mit zahlreichen herausragenden Künstlern des russischen und internationalen Musiklebens zusammengearbeitet, darunter Denis Matsuev, Mikhail Pletnev, Nikolay Lugansky, Vadim Repin, Leonidas Kavakos, Julian Rachlin, Montserrat Caballé, Simone Kermes, Renaud Capuçon, Jean-Yves Thibaudet, Gidon Kremer, Daniel Müller-Schott oder Mischa Maisky.

 

Neben dem Kernrepertoire und dem Schwerpunkt russischer Instrumental- und Vokalmusik beinhalten seine Konzertprogramme vor allem auch Werke zeitgenössischer Komponisten wie Rodion Shchedrin, Gija Kancheli und Sofia Gubaidulina. Auch mit der Musik von Alexander Tschaikovsky hat er sich intensiv beschäftigt und etwa seine Sinfonie Nr. 3 uraufgeführt. Alexander Sladkovsky unterstütz mit Begeisterung junge Tonkünstler und vergibt regelmäßig Aufträge für Kompositionen, die er in seine Programme integriert.

 

Alexander Sladkovsky ist Gründer und Leiter verschiedener Festivals wie die Rakhlin Seasons“, das Rachmaninow-Festival „White Lilac“, das Opernfestival „Kazan Autumn“, „Denis Matsuev Meets Friends“ oder das Sofia Gubaidulina gewidmete Festival für zeitgenössische Musik „Concordia“, die allesamt die zu herausragenden Ereignissen des regionalen und überregionalen Kulturlebens zählen.

Alexander Sladkovsky ist Absolvent der renommierten Konservatorien von Moskau und St. Petersburg. Im Jahr 1999 gewann er den Hauptpreis des 3. Internationalen Prokofjew-Wettbewerbs. Für seine künstlerischen und sozialen Leistungen wurde er vielfach gewürdigt, unter anderem 2014 als Sonderbotschafter der UNESCO, 2016 als „Dirigent des Jahres“ von der Fachzeitschrift The Musical Review und 2019 mit dem Sergei Rachmaninov International Award. Alexander Sladkovsky ist Träger des Ehrentitels „Volkskünstler Russlands“.



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