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23.08.2018: Ivan Bessonov gewinnt „Eurovision Young Musicians 2018“


After a dazzling Final bursting with young talent, pianist Ivan Bessonov from Russia was announced winner of Eurovision Young Musicians 2018. He performed Tchaikovsky's Piano Concerto No 1, 3rd movement.


SR Fernsehen: Konzert zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs mit der Russischen Nationalphilharmonie unter der Leitung von Vladimir Spivakov.

SR Fernsehen

16.05.2018: Nikolai Tokarev in Kempten

..."Danach dann der „Hammer“ des Abends, das Klavierkonzert Nr. 3 op.30 in d-moll von Sergej Rachmaninow. Ein Komponist, der bereits zu Lebzeiten sein Publikum in glühende Fans und ablehnende Verächter polarisierte, mit einem seiner typischsten und bekanntesten Werke. Ein Paradebeispiel spätromantischen Virtuosentums, das das komplette Ausdrucksspektrum seines Erschaffers zwischen „Dahindämmern in dunkler Melancholie und wild lärmendem Pathos“ ausbreitet. Wer dieses Stück auf dem Klavier spielen kann, der kann alles spielen. Der 35-jährige russische Solist des Abends, Nikolai Tokarev, konnte es. Vom leisen Beginn des vom Klavier einstimmig vorgetragenem schlichten Themas weg bis zum letzten Tutti-Akkord zusammen mit dem Orchester bot er eine Glanzleistung pianistischen Könnens.

Neben seinen technischen Fähigkeiten – beispielsweise gibt es rasende, beidhändige Oktavläufe und eine vertrackte Solokadenz im ersten Satz – beeindruckte seine musikalische Fähigkeit trotz der technischen Schwierigkeiten immer in Kontakt mit dem Orchester zu bleiben und mit ihm zu spielen."...

 

Jürgen Kus / Kreisbote

23.04.2018: Außergewöhnlich jung und außergewöhnlich gut: „Wunderkind“ Ivan Bessonov in Olpe

"...Es fehlten einem schlicht die Worte beim Debut von Ivan Bessonov in der Olper Reihe „Piano solo“ am Freitagabend. Hier und da   gibt es sie noch: Wunderkinder, die mit einem besonderen Talent begnadet sind…grandiose Technik, differenziertes Spiel in der Ausgestaltung der Melodiebögen, gepaart mit jugendlichem Esprit…erstaunlich reifes Spiel, romantisch-zarte und sensible Anschlagkultur..."

 

Siegener Zeitung

21.02.2018: Nikolai Tokarev und Sergei Nakariakov in der Elbphilharmonie Hamburg

Die Solokonzerte mit dem russischen Pianisten Nikolai Tokarew und seinem Landsmann, dem Trompeter und Flügelhornvirtuosen Sergei Nakariakov, hätte die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg in der Elbphilharmonie am Mittwoch scheinbar auch ohne den Dirigenten Juri Gilbo interpretieren können. Bei diesem Ensemble sitzt alles auf Anhieb. Nicht eine Unaufmerksamkeit der Musiker, eine ausgefeilte Präzision und ein gutes Klangempfinden zeigte das Orchester bei Händels „Die Ankunft der Königin von Saba“ aus dem Oratorium „Solomon“ HWV 67. Ungewohnt klang Joseph Haydns Cellokonzert C-Dur danach, nicht etwa ein Cello spielte die Solostimme, sondern ein Flügelhorn. Sergei Nakariakov ist ein Meister der Adaption und seine Transkription wurde dem Stück gerecht, auch wenn das Flügelhorn viel weicher ist als ein Cello. Bravourös meisterte Nakariakov, der fast wie in Stein gegossen dastand und zurückhaltend mit dem Orchester kommunizierte, die lange Kantilene und die geschmeidigen Legati im langsamen Satz. Nikolai Tokarew, der dann Mozarts „Jeunehomme“-Klavierkonzert KV 271 beeindruckend interpretierte, ist Nakariakov in der bescheidenen, aber extrem sicheren Art seines Auftretens wesensverwandt. Für Mozart wählte Tokarew einen leichten, brillant-feinen Anschlag. Die Härten sparte er sich lieber für Dmitri Schostakowitschs Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll op. 35 auf, in dessen Finale der Übermut des jungen Schostakowitsch mit aberwitzigen Läufen und Sprüngen keine Grenzen kennt.

 Hier nun war der regulierende Maestro Gilbo wie auch bei der Haydn-Sinfonie „La passione“ dann doch willkommen. Dennoch hätte die Russische Kammerphilharmonie die Brüche bei Schostakowitsch besser herausarbeiten können. Im 2. Satz faszinierte Nakariakov mit gestopfter Trompete, die fast so zart wie ein Englischhorn klang.

 

WELT Digital Zeitung

13.02.2018: Sergei Dogadin gewinnt Singapore International Violin Competition

Der Violinist Sergei Dogadin, Student aus der Klasse für COP Violine bei Boris Kuschnir, hat die International Violin Competition in Singapur gewonnen. Für den Ersten Platz im Wettbewerb erhält er neben einem Preisgeld von 50.000 Dollar, eine wertvolle Geige als Leihgabe, den Sonderpreis für die beste Paganini-Caprice und außerdem gemeinsam mit dem MUK-Lehrenden Evgeny Sinayskiy den Sonderpreis für ein Violine-Klavier-Recital.

15.12.2017: Nikolai Tokarev mit Mussorgsky im Prinzregententheater

Bei den flirrenden Klingelspielen der "Schneeglöckchen" kam eine Ahnung von der Poesie auf, die das Klavieralbum von Tschaikowskys "Jahreszeiten" durchzieht. Aber da war es ja noch "April". Erst im "Juni" mit dem Andante cantabile der "Barkarole" und am schönsten im "Herbstlied" des Oktobers ließ sich Nikolai Tokarev im Prinzregententheater auf die Nuancen von Tschaikowskys Klangpsychogrammen ein, die so oft an Schumann erinnerten.

 

Tokarevs eigentliches Konzert aber kam danach. Obwohl es wieder um ein klangmalerisches Bilderprogramm ging, entfesselte er in Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" die gewohnten Potenziale seines Klaviervirtuosentums: eine dramatische Gegenromantik von russischem Kaliber. Schon die "Promenaden" lud er mit jenem leidenschaftlichen Pathos auf, das sich nur in der originalen Klavierfassung so überwältigend freisetzen lässt, während in den bekannten Orchesterfassungen die Farbspektren dominieren. Die aber sollten jetzt nicht fehlen. Deshalb kam man auf die Idee, sie in einer Art Light-and-Sound-Performance visuell zu ergänzen. Modell dafür war die Bühneninszenierung von Wassily Kandinsky, die er 1928 in Dessau zu Mussorgskys Klangbilderreigen aufgeführt hatte. Computeranimiert malten jetzt die abstrakten Farb- und Figurenmuster Kandinskys dessen optische Expressionen zur Musik auf die Leinwand: samt glühenden Sonnenimagos, dem Grundriss von "Limoges" in Mussorgskys "Markplatz", und reichlich Kandinsky-Porträts. So entstand eine interessante Choreografie synästhetischer Reize, die mal entzückte, mal ablenkte.

 

Zu Tokarevs "eigentlichem" Konzert gehörten aber auch vier Zugaben, mit denen er sein fulminantes Klaviertitanentum zur Begeisterung aller mit Leidenschaft fortsetzte, am Schluss mit einem selbstkomponierten Quodlibet von Beethovens "An Elise" bis zu Bach. Jubel, Trubel, Heiterkeit.

 

Süddeutsche Zeitung / Klaus P. Richter